Quartalsbericht 2013 der LANXESS AG

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Ergebnis

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen verringerten sich im Quartalsvergleich unterproportional zum Umsatz um 5,3 % auf 1.736 Mio. €. Dabei wirkten insbesondere sinkende Einstandspreise für strategische Rohstoffe sowie rückläufige Absatzmengen entlastend. Demgegenüber stiegen die Fertigungskosten, unter anderem aufgrund höherer Abschreibungen. Zudem waren Wertberichtigungen auf Vorräte aufgrund eines Preisrückgangs des Schlüsselrohstoffs Butadien vorzunehmen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 405 Mio. € deutlich um 185 Mio. € bzw. 31,4 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Die Bruttomarge ging von 24,3 % auf 18,9 % zurück. Dies war hauptsächlich auf negative Preiseffekte zurückzuführen, während das Absatzvolumen geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres lag. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich leicht negativ auf das Bruttoergebnis aus. Die anhaltend schwierige Nachfragesituation führte zu einer im Vorjahresvergleich deutlich geringeren Anlagenauslastung und somit zu höheren Leerkosten.

Im Halbjahresvergleich verringerten sich die Kosten der umgesetzten Leistungen ebenfalls unterproportional zum Umsatz um 5,3 % auf 3.436 Mio. €. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 800 Mio. € um 382 Mio. € bzw. 32,3 % unter Vorjahr. Die Gründe hierfür entsprechen im Wesentlichen denen des zweiten Quartals. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend von 24,6 % auf 18,9 %.

EBITDA und EBIT

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen sank im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 163 Mio. € bzw. 45,2 % auf 198 Mio. €. Der Rückgang resultierte insbesondere aus Preiseffekten und wurde durch negative Mengeneinflüsse verstärkt. Darüber hinaus wirkten steigende Fertigungskosten sowie höhere Energiepreise belastend. Aus der Entwicklung der Wechselkurse sowie aus Akquisitionen ergab sich in Summe kein wesentlicher Effekt. Die Vertriebskosten erhöhten sich aufgrund höherer Lagerhaltungskosten um 2,6 % auf 200 Mio. €. Die Aufwendungen für regionale und zentrale Forschungsaktivitäten betrugen 43 Mio. € nach 53 Mio. € im Vergleichszeitraum. Der wesentliche Anteil entfiel auf das Segment Performance Polymers. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag mit 9,2 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 14,9 %.

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EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
             
in Mio. € Q2/2012 Q2/2013 Veränd. in % HJ/2012 HJ/2013 Veränd. in %
             
Performance Polymers 257 94 – 63,4 512 206 – 59,8
Advanced Intermediates 79 74 – 6,3 149 145 – 2,7
Performance Chemicals 78 67 – 14,1 161 118 – 26,7
Überleitung – 53 – 37 30,2 – 92 – 97 – 5,4
  361 198 – 45,2 730 372 – 49,0
Vorjahreswerte angepasst.

Das Segment Performance Polymers erzielte im zweiten Quartal ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 94 Mio. € und blieb somit deutlich hinter dem Vergleichswert von 257 Mio. € zurück. Diese Entwicklung war geprägt von niedrigeren Verkaufspreisen, die durch geringere Einstandspreise für Rohstoffe nicht vollständig kompensiert werden konnten. Zusätzlich wirkten Wertberichtigungen auf Vorräte sowie steigende Fertigungskosten belastend, die unter anderem auf die noch nicht vollständige Nutzung der Butylkautschuk-Anlage in Singapur zurückzuführen waren. Demgegenüber lag die Absatzmenge auf dem Niveau des Vergleichsquartals. Wechselkurs- und Portfolioeffekte wirkten sich einzeln und in Summe nicht wesentlich aus.

Unser Segment Advanced Intermediates erwirtschaftete ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 74 Mio. € und lag damit um 5 Mio. € unter dem Wert des Vorjahresquartals von 79 Mio. €. Ursächlich waren unter anderem steigende Fertigungskosten und Mengenrückgänge, insbesondere aufgrund der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie. Dagegen resultierte aus der Entwicklung der Absatzpreise und der Rohstoffkosten im Saldo ein positiver Effekt.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen im Segment Performance Chemicals ging von 78 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 67 Mio. € zurück. Steigende Fertigungskosten sowie rückläufige Absatzmengen belasteten das Ergebnis. Ein geringfügig negativer Effekt aus der Entwicklung der Wechselkurse wurde durch einen positiven Portfoliobeitrag aus dem Erwerb der PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur weitestgehend ausgeglichen.

Im Halbjahresvergleich verringerte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen auf Konzernebene deutlich um 358 Mio. € auf 372 Mio. €. Wie im zweiten Quartal resultierte die Entwicklung im Halbjahr insbesondere aus negativen Preis- und Mengeneffekten sowie gestiegenen Fertigungskosten. Die Vertriebskosten erhöhten sich um 8 Mio. € bzw. 2,1 % auf 389 Mio. €, während die Aufwendungen für Forschungsaktivitäten mit 91 Mio. € um 7 Mio. € unter dem Vergleichszeitraum lagen. Die EBITDA-Marge des Konzerns betrug 8,8 % nach 15,2 % im Vorjahr.

Im Segment Performance Polymers waren vor allem die stärker als die Einstandspreise für Rohstoffe gesunkenen Verkaufspreise für den Ergebnisrückgang maßgeblich. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch gestiegene Fertigungskosten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verringerte sich im Halbjahr von 512 Mio. € auf 206 Mio. €. Das Halbjahresergebnis im Segment Advanced Intermediates lag bei 145 Mio. € nach 149 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auswirkungen von Mengenrückgängen wurden durch insgesamt positive Preiseffekte überkompensiert. Das Segment Performance Chemicals wies ebenfalls ein rückläufiges Ergebnis auf, welches bei 118 Mio. € nach 161 Mio. € im Vorjahreszeitraum lag. Dabei wirkten insbesondere sinkende Absatzmengen und erhöhte Fertigungskosten belastend.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug 50 Mio. € im zweiten Quartal 2013 nach 250 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen aufgrund der umfangreichen Akquisitions- und Investitionsaktivitäten der vergangenen Jahre mit 116 Mio. € um 23 Mio. € bzw. 24,7 % über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Sonderaufwendungen von 38 Mio. €, von denen 32 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen im Wesentlichen Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Segments Performance Chemicals. Im Vorjahresquartal fielen Sonderaufwendungen von 20 Mio. € an, von denen 18 Mio. € EBITDA-wirksam waren.

Im Halbjahr erzielte LANXESS ein EBIT von 117 Mio. € nach 527 Mio. € im Vorjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 218 Mio. € und lagen damit um 37 Mio. € bzw. 20,4 % über dem Wert des Vergleichszeitraums. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Sonderaufwendungen beliefen sich auf 43 Mio. €, von denen 37 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Diese betrafen im Wesentlichen die für das zweite Quartal beschriebenen Maßnahmen. Die Sonderaufwendungen des Vorjahreszeitraums von 24 Mio. €, von denen 22 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen hauptsächlich Maßnahmen zur Anlagenkonsolidierung im Segment Performance Chemicals sowie Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2013 auf minus 39 Mio. € nach minus 24 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand leicht über Vorjahresniveau. Der Betrag aktivierter Bauzeitzinsen fiel aufgrund der Inbetriebnahme der Butylkautschuk-Anlage in Singapur geringer aus als im Vorjahr. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode ein Ergebnisbeitrag von 0 Mio. € nach einem Ertrag von 3 Mio. € im Vorjahr.

In der Halbjahressicht lag das Finanzergebnis bei minus 75 Mio. € nach minus 54 Mio. € im Vorjahr. Die Entwicklung ist unter anderem auf die Verschlechterung des Zinsergebnisses und einen geringeren Ergebnisbeitrag aus den at equity bewerteten Gesellschaften zurückzuführen.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im zweiten Quartal bei 11 Mio. € nach 226 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Steuerquote betrug 27,3 % nach 22,6 % im Vorjahresquartal.

Im Halbjahresvergleich verringerte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern korrespondierend zum gesunkenen operativen Ergebnis im ersten Halbjahr von 473 Mio. € auf 42 Mio. €. Die Steuerquote lag bei 23,8 % nach 22,4 % im Vorjahreszeitraum.

Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie

Auf andere Gesellschafter entfiel im zweiten Quartal 2013 ein Ergebnisanteil von minus 1 Mio. €, während im Vorjahr ein positiver Ergebnisanteil von 1 Mio. € zu berücksichtigen war. Im Halbjahresvergleich war in 2013 ein Ergebnisanteil von minus 2 Mio. € zu berücksichtigen nach plus 1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis betrug im zweiten Quartal 9 Mio. € nach 174 Mio. € im Vorjahr. Im Halbjahresvergleich verringerte es sich von 366 Mio. € auf 34 Mio. €. Bei einer unveränderten Anzahl umlaufender LANXESS Aktien lag das Ergebnis je Aktie im Quartalsvergleich mit 0,11 € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 2,09 €. In der Halbjahressicht verringerte es sich von 4,40 € auf 0,41 €.

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